Handball-EM und -WM mit Weltmeister Dominik Klein
Shownotes
Deutschland im Handball-Rausch: Die DHB-Frauen holen WM-Silber – und plötzlich schauen 5,9 Millionen Menschen zu. Zusammen mit Weltmeister Dominik Klein ziehen wir Bilanz: Warum war das Finale gegen Norwegen ein Sinnbild für Selbstverständnis, Teamchemie und Abwehr-Bollwerk? Was hat sportlich gefehlt – und warum wir Gold im Herzen tragen?
Dann drehen wir den Blick nach vorn: Handball-EM der Herren vom 15.01. bis 01.02.2026 mit dem Finale vor 15.000 verrückten Zuschauern im dänischen Handball-Mekka von Herning – mit einer Gruppe, die verdächtig nach „Todesgruppe“ aussieht: Österreich, Serbien, Spanien. Dominik ordnet die Gegner ein, spricht über Deutschlands Stärken, die Frage nach echter Weltklasse auf allen Positionen – und erklärt, was Alfred Gíslason als Trainertyp ausmacht: Analyse, Ehrlichkeit, klare Kommunikation (die auch mal weh tut).
Zum Schluss gibt’s das Schnellfeuer: HBL-Halbzeitfazit (Lemgo die Überraschungs-Story!), Champions-League-Hot-Takes zum Final Four in Köln und ein Blick auf das Handballcampus-Projekt München: Tausend Kinder pro Woche, „Giraffensprache“, leuchtende Augen – und die große Vision, Talenten in München eine Heimat zu geben. Verbunden mit der Vision Handball-Bundeliga in der bayrischen Landeshauptstadt.
Highlights:
- Dominik Klein zu Gast: Weltmeister 2007, THW Kiel-Legende, ARD TV-Experte
- WM-Silber der DHB-Frauen: sportliche Analyse + was es nachhaltig braucht
- EM 2026 Preview: Gruppe, Gegner, Turniermodus, Prognosen, Team Deutschland
- HBL saison-Halbzeit: Überraschungen & Meisterschafts-Storylines
- Champions League: Final Four-Tipps & Titelkandidat
- Handballcampus München: Vision, Werte, Infrastruktur-Probleme, Bundesliga-Traum
- Karriere-Momente: Abschied, Final4, „Ferri Cup“ & der zweite Vater im Sport
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Infos:
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00:00:03: Also das Finale war ehrlicherweise ein Sinnbild dafür, was diese Mannschaft für den Weg und was diese Mannschaft auch für den Selbstbewusstsein und für den Selbstverständnis hatte gegen die absolute Übermannschaften Norwegen.
00:00:19: Wen Sie es zum Halbfinale?
00:00:20: Jetzt kommt der Hot-Hack, weil der Titel ist ja quasi vergeben, mental zumindest.
00:00:24: Naja, also ich bin bei Frankreich, ich bin bei Dänemark, ich bin bei Portugal.
00:00:32: Und ich würde mir natürlich Deutschland wünschen.
00:00:36: Was macht die so stark?
00:00:37: Also ein Selbstverständnis, jedes Spiel wieder als ein Endspiel zu sehen, ist jetzt vielleicht auch ein bisschen hochgegriffen.
00:00:46: Worauf ich eigentlich hinaus will, ist diese Mentalität, die von der Seitenlinie an auf die Mannschaft übergeht, auf den ganzen Verein übergeht.
00:00:54: Wenn es wiegert ist, die Institution, die man nennen darf und muss, Wenn du als Trainer und Manager das in einen Person einfügst, dann weißt du, wohin dieser Verein gehen möchte die nächsten Jahre und das gibt er vor und das vermittelt er auch so seinen Spielern und Spieler, die da wirklich für Furore sorgen.
00:01:18: Woche für Woche, Spieltag für Spieltag.
00:01:25: Ja, Servus liebe Sportinius aus München, in Deutschland grassiert mal wieder das Handballfieber und auch wir sind voll infiziert mit dem Virus und haben dazu einiges vor heute.
00:01:38: Fazit Frauenweltmeisterschaft, Ausblick Herren Europameisterschaft, Handball Bundesliga Halbzeitbilanz, Champions League Hot Takes, Handball Campus und Aufbruch in München.
00:01:50: Und da müssen wir natürlich mal ganz, ganz, ganz weit nach oben ins Gästeregal greifen.
00:01:54: Wir feiern heute eine Sportinipremiere, denn wir haben heute einen Handball-Weltmeister zu Gast, nämlich keinen Geringeren als Dominik Klein.
00:02:03: Hi Dominik, grandios, dass du heute vorbeischaust und zu Gast bist.
00:02:06: Freut mich sehr.
00:02:06: Vielen lieben Dank.
00:02:07: Freut mich auch und servus aus München, genau.
00:02:11: Ja, eigentlich bin ich ja eher bei dir zu Gast.
00:02:15: Ja, mal kurz für alle, die dem Handball vielleicht bisher nicht ganz so nahe standen.
00:02:21: Du bist in der Heim-WM im legendären Finale in Köln unter Heiner Brandt.
00:02:27: Weltmeister geworden, hast Satter, sieben-achtzig-Länder-Spiele.
00:02:31: Bist Kieler-Urgestein, hast, glaube ich, fast zehn Jahre oder ziemlich genau zehn Jahre beim THW Kiel gespielt.
00:02:38: Beim Rekordmeister dabei acht deutsche Meisterschaften geholt, dreimal die Champions League gewonnen.
00:02:44: Und fast die ganze Zeit unter dem jetzigen Bundestrainer Alfred Gieslerson kommen wir gleich noch zu.
00:02:51: Heute kennt dich aber eigentlich fast jeder oder jeder Handballfan, aber fast jeder Sportfan und ganz Sportdeutschern als TV-Experte von der ARD.
00:03:01: Du kümmerst dich darüber hinaus noch aktuell um den Aufbau Münchens als Handballstandort.
00:03:08: Dazu wie gesagt später mehr.
00:03:10: Ja.
00:03:11: Genug loop, loop, rote Lai, würde ich sagen.
00:03:13: Jetzt mal zur sportlichen Aktualität, wo damit natürlich zum herausragenden Erfolg der deutschen Handball-Mädels bei der Weltmeisterschaft, die gestern zu Ende gegangen ist mit dem Finale, zu allererst, glaube ich, einmal ganz, ganz herzlichen Glückwunsch ans Team zu Silber.
00:03:29: Ich würde sagen Gold im Herzen, aber Silber um den Hals hängend und zu einer sportlich überragenden Leistung im Turnier.
00:03:37: Das kann man, glaube ich, sagen.
00:03:39: Sicher Schlechteres als mit Silber-Schmuck zu Weihnachten beschenkt zu werden.
00:03:44: War allerdings kein Geschenk, war harte Arbeit.
00:03:47: Und Dominik, wo hast du geschaut, sah auf Insta nach zu Hause aus, also vor dem TV-Bitsch?
00:03:53: Ich habe auf jeden Fall die ganze Handball-WM natürlich fleißig verfolgt.
00:03:59: Das will ich hoffen.
00:03:59: Bei
00:03:59: uns zu Hause war es ja eine besondere Situation.
00:04:02: Meine Frau ist ja als Expertin dann für Eurosport immer.
00:04:06: parallel im Einsatz im Studio gewesen.
00:04:08: Das heißt, ich habe dann versucht zu Hause die Stellung zu halten und da gab es verschiedenste Varianten, wie wir das geschaut haben, sowohl am Stream als auch am Fernseher.
00:04:17: Und jetzt gestern war es tatsächlich so, dass wir ein Public Viewing total kurzfristig aufgesetzt haben.
00:04:24: Das heißt, der TSV Schleißheim, da wo wir zu Hause sind, in Oberschleißheim, hat als Handballabteilung die Videoleinwand aufgestellt und das ist natürlich super, wenn man Genau dafür zusammenkommt, was Gemeinschaft ausmacht, nämlich der Handball als Mannschaftssport hat das eins zu eins gelebt und wenn dann natürlich noch die Mitspielerin da sind, dann kann man so einen Erfolg auch mal zusammen erleben.
00:04:48: Ja, sehr cool.
00:04:49: Kurz zur sportlichen Einordnung, ist die erste WM-Medaille seit dem Jahr.
00:04:53: zwei Tausend Sieben, glaube ich, als es Bronze gab.
00:04:57: Und die beste Platzierung seit dem WM-Gewinn, wann war es, in drei, neunzeig?
00:05:01: Also satte, zwei und dreißig Jahre her.
00:05:05: Sportlich bis zum Finale in einer dominanten Weise, die die absolut beeindruckend war, also im Vorrunde ohnehin, aber dann auch ein stark einzuschätzenes brasilianisches Team im Viertelfinale dominiert, den bis gestern, muss man sagen, amtierenden Weltmeister Frankreich, im Halbfinale.
00:05:24: klageschlagen und dann gegen die Olympiasiegerin und die Übermannschaft aus Norwegen im Finale knapp verloren leider.
00:05:32: Wie fällt dein Fazit vor allem erst einmal zum Finale gestern aus?
00:05:37: Wir zeichnen Montag, haben Montag danach auf, das ein nochmal kurz erwähnt.
00:05:42: Also das Finale war ehrlicherweise ein Sinnbild dafür, was diese Mannschaft für den Weg und was diese Mannschaft auch für ein Selbstbewusstsein und für ein Selbstverständnis hatte.
00:05:53: gegen die absolute Übermannschaft Norwegen Paroli zu bieten.
00:05:57: Und das war ja sogar teilweise so, dass wir ja hätten in Führung gehen können und man immer wieder daran geglaubt
00:06:03: hat.
00:06:03: Ich hatte ja sogar der Meinung müssen, aber das sagt sich natürlich über Mikro immer, leicht kommen wir gleich aber nochmal zu.
00:06:08: Tatsächlich ist das durch diese Geschlossenheit und durch diesen Flow haben wir jetzt ja ganz oft gehört in den letzten Wochen, dass sie sich in einen Flow gespielt haben, wo sie sich selber eigentlich auf der Platte stand und sagen, Wir spielen ja gerade gegen Norwegen und das hat gerade wirklich ein, ja, unser Momentum tatsächlich dazu geführt, Paroli zu bieten und auf Augenhöhe zu spielen.
00:06:32: Und wenn du dieses Gefühl selber auch hast, dann bist du im ersten Schritt natürlich enttäuscht, wenn du weißt, okay, du konntest jetzt bis zum Schluss nicht durchziehen und hast jetzt selber gewonnen am Ende.
00:06:44: Daher war er bei dem einen oder anderen im direkten ersten Interview zu spüren.
00:06:48: Ja, man ist enttäuscht.
00:06:50: Klar, mit jeder Niederlage ist man enttäuscht, aber als man dann dieses Hands-up-Formort alle zusammen greifen sich die Hände und werden für Silber beglückt wünscht und springen auf das Podium, das war schon Freude pur.
00:07:03: und das Smile, das Lächeln wieder da.
00:07:07: Die haben überragende Wochen erlebt und Spiele erleben dürfen.
00:07:13: Wofür man ihnen wirklich nur Glückwunsch sagen kann.
00:07:15: Kann man nur doppelt unterstreichen, was du alles gesagt hast.
00:07:19: Jetzt möchte ich eigentlich nicht den klassischen deutschen Nürkler raushängen lassen.
00:07:24: Ich mache es aber trotzdem, weil ich natürlich ein Riesen-Sportfan bin, das aus der Sportperspektive auch betrachte und da natürlich auch völlig emotional aufgeladen mit Fibre, mit Leide und es den Mädels einfach auch so gegönnt hätte.
00:07:39: Ich habe wünschungen, da sagt sich natürlich immer leicht vor dem Mikro hier auf unserem Stühlchen.
00:07:44: Aber wir haben da gestern fand ich schon viel liegen gelassen, wenn man es sportlich sieht.
00:07:50: Wenn ich da zum Beispiel irgendwie das MT-Netgo sehr kurz vor der Halbzeitpause, wo wir in Überzahl spielen, wir hatten viele Großchancen alleine in der Halbzeit eins schon, die wir relativ leichtfertig vergeben.
00:08:02: Und du hast vorhin schon gesagt, eigentlich kannst du auch mit der Führung in die Halbzeit gehen.
00:08:05: Ich bin sogar der Meinung, wenn du es konsequent spielst und die Chancen nutzt, die freien Würfe, die sich durch Turnover oder so ergeben, müssen großes wort aber kannst du zumindest vielleicht mit einer zwei bis drei tore führung in die halbzeitpause gehen.
00:08:22: und bei so einem lowscoring game wie gestern alle achtungen übrigens dass man da norwegen bei so einer geringen tore anserhält aber bei so einem lowscoring game wie gestern ist dann schon halt so eine zwei drei tore führung.
00:08:35: zur pause noch mal ein anderer schnack als dann das elf.
00:08:39: elf glaube ich war es Und anders als bei den Jungs im Olympia-Finale gegen Dänemark letztes Jahr, war gestern mehr drin, fand ich.
00:08:48: Also was hat aus deiner Sicht dann letztendlich den Unterschied gemacht?
00:08:52: Naja, du sprichst schon das Richtige an.
00:08:54: Jedes Tor oder jede Chance, die man dann eben nicht genutzt hat, fällt ins Gewicht.
00:09:00: Nichtsdestotrotz müssen wir, glaube ich, noch mal an die Spieleperspektive und die Aufgeregtheit damit reinnehmen, weil wenn du in so einem Flow bist, Dann kommst du bis ins Finale, wie wir gesehen haben, weil mit der Lockerheit, die man gegen Frankreich im Halbfinale gespielt hat, hat es dazu geführt, den Amtierenden, was gesagt Weltmeister, so im Zaun zu halten und sogar zu dominieren.
00:09:22: So, jetzt ist aber nochmal ein Finale, jetzt ist nochmal was on top.
00:09:25: Und da ist, glaube ich, auch jedem ja bewusst, dass das nochmal eine andere Situation ist, gerade weil es Norwegen ist gerade, weil es das Finale ist, wo es um Gold geht, dann spielt halt diese diese Lockerheit nochmal eine andere Rolle.
00:09:42: Und ich möchte da und deswegen ist auch die Enttäuschung direkt vorhanden, weil man eben gemerkt hat, das hätte das hätte sogar mal in andere Richtungen noch gehen können mit einer anderen Farbe der Medaille.
00:09:52: Aber das ist ja gleichzeitig die Motivation wieder für jeden Sank, da erst mal wieder hinzukommen, das wieder sich zu erarbeiten.
00:10:01: Ich glaube nicht, dass es so einfach sein wird, wie man jetzt gerade spricht.
00:10:05: Wir kommen wieder.
00:10:06: Total.
00:10:07: Aber
00:10:07: diesen Flow aus der Heim-WM mitgenommen zu haben, diesen Teamsbild, jeder ist eine Rolle zu halten.
00:10:14: Das war natürlich was ganz Magisches und was ganz Spezielles bei dieser WM.
00:10:18: Aber es wird kein leichter Weg, das jetzt einfach mal so wieder aus dem Ärmel zu schütteln.
00:10:22: Ja.
00:10:22: Da hab ich noch mal eine Frage an dich als Ex-Athlet.
00:10:26: Da wird in der Berichterstattung ja gerne mal davon gesprochen, also die Trainer machen das, die die Medien teilweise greifen das dann natürlich auch auf.
00:10:34: Ich hab da so ein kleines Frage zeichnet, da wird und oft gesagt, naja, wir haben eigentlich nichts, wir haben nichts zu verlieren, wir haben nur was zu gewinnen.
00:10:42: Und hier irgendwie so der klopsche Spruch, die Geilheit aufs Siegen muss größer sein als die Angst zu verlieren.
00:10:48: Das sagt sich alles sehr schön und das würde ich als Trainer wahrscheinlich auch so formulieren.
00:10:54: Aber wenn du, du hast es gerade so angedeutet, wenn du dann auf der Platte stehst, beginnt doch im Finale einer Weltmeisterschaft das Kopfkino.
00:11:01: Also diesen Gedanken, dass du die Chance hast auf Gold und dass du insofern vielleicht doch ein bisschen was zu verlieren hast, das kriegst du dann nicht ganz aus den Köpfen raus, oder?
00:11:13: Ja, aber da geht es ja wieder in die... Sport mentale Geschichte, wenn ich ehrlich bin, weil da ist jeder für sich selber verantwortlich.
00:11:21: Da kannst du als Mannschaft einen guten Spirit, einen guten Flow haben, der dir hilft, diese Basis zu schaffen, um selber performen zu wollen im Turnier.
00:11:29: Aber es liegt auch viel daran, wie beschäftige ich mich vor einem Spiel selbst mit meinem guten Zustand.
00:11:37: Da komme ich jetzt noch ein bisschen aus der mentalen Schiene, weil wenn man mal im Karriereknick ist oder wenn man mal in einem Tief in einem Turnier war, braucht es ja trotzdem.
00:11:45: deinen eigenen guten Zustand um performen zu können.
00:11:48: und wenn der plötzlich sich nicht damit beschäftigt in einem finale zu stehen um dann zu sagen okay hier vor zehntausend zuschauen oder druck von den schiedsrichtern das kannst du alles im vorfeld eines eines spiels selber schon mal ansprechen mit dir selber ob das selbstgespräche sind ob das eine externe hilfe ist eines performance coaches et cetera oder im manschaftsrat mit einem mitspielerin.
00:12:09: wenn ich das nicht im vorfeld verarbeite was da gleich in den nächsten sechzig minuten passiert dann kann das natürlich dazu führen, dass du in dem Moment, wo dann auf einmal die Drucksituation ist,
00:12:21: dann nicht performst
00:12:22: oder der Ball irgendwie nur ans Außennetz geht oder nicht weit genug ausspringt.
00:12:26: Und das ist eigentlich was, was man aus so einer Situation jetzt jeder für sich einzeln wieder lernen kann.
00:12:32: In meinen Augen gilt es, so diese positiven Themen mit herzunehmen, denn man muss auch mal sagen, mit acht Rückraumspielern gab es unglaublich viel... Potenzial und Möglichkeiten für den Trainer auch da das richtige Puzzleteil an dem Tag setzen zu können.
00:12:50: Und das ist auch manchmal vielleicht sogar eine Hemmschuh für einen Trainer anstatt vielleicht zu wissen, ich habe nur die drei, weil alle anderen verlässt sind, dann setze ich jetzt da drauf.
00:13:00: Aber jeder war vielleicht an der Stelle gerade, was Rückraumspieler angeht.
00:13:07: Ja, ich will nicht sagen mit der Brechstange, aber die sind alle sehr, sehr stark in der Verteidigung, was Norwegen angeht.
00:13:14: Die kommen offensiver raus.
00:13:16: Was brauchen wir dann?
00:13:16: Warum vielleicht ein Kreisläufer-Spiel?
00:13:18: Brauchen wir auch mal die Vier-Rückraum-Spieler.
00:13:20: Also du hast am Ende auch in so einem Stress-Level.
00:13:25: Da gilt es dann, denjenigen rauszupicken, der wirklich seinen Performance-Tag hat.
00:13:32: Das weiß er als Trainer dann auch erst, wenn der Spieler oder die Spielerin auf der Platte steht.
00:13:39: Und wie du auch die Rollen im vorn hinein vergibst.
00:13:43: Daher jedes Tor war es durch.
00:13:47: Mit Bodenlandung, mit eins gegen eins, irgendwie mit dem Ball im Tor gelandet ist, hat dann schon auch dazu geführt.
00:13:55: Emotionen zu zeigen und Durchsetzungskraft zu zeigen.
00:13:58: Lass uns doch nochmal wirklich auf die sehr erfolgreiche WM im allgemeinen Blicken aus deutscher Sicht.
00:14:04: Was war aus deiner Sicht so spieltaktisch und rein sportlich gesehen die Erfolgsfaktoren bei dieser WM?
00:14:11: Also welche Mannschaftsteile oder Spielweisen haben dir da besonders gefallen?
00:14:16: Welche Rolle spielt vielleicht dann auch Gaugisch der Trainer?
00:14:19: Also Markus Gaugisch hat schon vor längerer Zeit, als er das Amt übernommen hat, gesagt, dass sein Prunkstück die Abwehr und die Entwicklungsmöglichkeiten in der Abwehr zu sehen ist.
00:14:30: Und das muss man ganz ehrlich sagen ist jetzt zum Tragen gekommen.
00:14:34: War jetzt gestern glaube ich auch nochmal ein starker Beleg, das Finale dafür.
00:14:37: Nicht nur, dass man Norwegen nur bei dreiundzwanzig Toren gehalten hat, sondern einfach generell das Verständnis in der Abwehr die Grundlage für Erfolg zu... zu setzen.
00:14:48: Das ist übrigens auch ein Satz, den haben wir von unserem schneuzbadigen Heiner Brandt damals immer wieder.
00:14:52: Komm
00:14:53: mal gleich noch drauf.
00:14:55: Grundlage legen wir in der Abwehr.
00:14:57: Es war zwar immer sein.
00:15:00: Gibt
00:15:00: es Trainer, die das nicht sagen?
00:15:01: Ja, aber bei ihm war das extrem damals.
00:15:05: Und was ich damit sagen will, ist, dass Brunkstück war, die Abwehr, die dazu geführt hat, dass Xenia Smith die beispielsweise als Standardspielerin im Innenblock sogar auf der Halbposition decken konnte, weil Emilie Berg und Fanperia...
00:15:22: Vogelt meins zu sehen.
00:15:25: Ich kenne sie noch von ganz klein in Wuxuhut, wo meine Frau selber gespielt hat, genau, Emilie Vogel.
00:15:31: Das heißt, diesen Zusammenhalt und dieses wirklich Rungstück in dieser Abwehr, da hatte sich die Nation haben sich davor gefüchtet, gegen Deutschland im Verlauf dieses Turniers zu kommen.
00:15:43: Weil da einfach kein Durchkommen war.
00:15:45: Und dass wir dann mit Kati Filter im Tor noch eine Teuterin haben, die ja über sich hinaus gewachsen ist.
00:15:52: Immer
00:15:52: genau in den richtigen Momenten dann.
00:15:56: Wo du denkst, okay, das ist ein Spiel, kann vielleicht doch mal kippen oder so das Moment.
00:15:59: Und dann genau dann Leistung gezeigt und das Team im Spiegel halten.
00:16:04: Oder auf die Siegerstraße geschickt.
00:16:05: Und ein Torwart hat nun mal... Einfach auch eine so wichtige Rolle in einem Team, nämlich Dinge auszumerzen, wenn es mal bei der Abwehr nicht geklappt hat, als aber auch das Zusammenspiel zu sagen, wo wollen wir denn den Wurf haben von der Rückraumspielerin?
00:16:21: Und das hat sie, das muss man ganz ehrlich sagen, und das, weil du auch Markus Gaugisch angesprochen hast, das war ein Plan, den hat er schon vor ganz langen Jahren, als er da eingegangen, auf diese Position gekommen ist, schon immer, auch bis niederschwellig in die unteren Nationalmannschaften oder die Landesverbände, wo ich mich auch mit Beschäftigten beim Balken Handballverband.
00:16:41: Unsere Landestrainer wussten schon damals, das wird das Prunkstück sein, worauf man sich hinentwickeln möchte.
00:16:47: und das Ergebnis ist jetzt,
00:16:50: muss natürlich auch immer gucken, welche Spiele hast du dafür oder Spiele rinnen.
00:16:54: Also danach musste er sicherlich dann auch ein bisschen spieltaktisch deine Ausrichtung vornehmen.
00:16:59: Aber geh wir vielleicht nicht zu tief dann ins taktische.
00:17:04: Wenn wir jetzt auf den Team zusammen halt gucken, der war ja seit Spiel eins, also wirklich klar zu spüren.
00:17:13: Ebenso finde ich wie die Überzeugung bei jeder Aktion auf dem Feld und auch den Bock, den sie hatten auf jedes Spiel oder bei jedem Spiel.
00:17:22: Also sozusagen Team Chemie.
00:17:27: Egal jetzt, ob bei den Basketball-Weltmeistern, von der Europameisterin von diesem Jahr, bei den Fußball-Weltmeistern, oder bei euch bei den Weltmeistern, war das ja eigentlich immer ein Schlüssel.
00:17:41: Vielleicht sogar eher so ein Hygienefaktor, dass es das ohne dem geht sowieso nicht, außer bei den Dänen im Herrenbereich vielleicht, weil sie den anderen Team sportlich so sehr entrückt sind.
00:17:53: Aber welche Rolle spielen Also diese Weichenfaktoren?
00:17:57: ist das der Gamechanger bei Teams, die sozusagen nah beieinander sind, leistungstechnisch?
00:18:04: oder ist das zumindest die Möglichkeit dich auf Augenhöhe zu bringen mit Teams, die eigentlich sportlich höher angesiedelt sind?
00:18:13: Ja, vor allem weil dieser Zusammenhalt sichtbar ist.
00:18:17: Wenn der noch auf der Platte durch Körpersprache, durch Zusammenhalt, durch Abklatschen, durch gemeinsam Hilfestellungen zu geben.
00:18:27: Das ist das, was wir im Handball natürlich extrem ausleben können.
00:18:31: Das
00:18:31: nimmst du auch als gegnerisches Teamwahl, oder?
00:18:33: Genau darum geht's.
00:18:34: Also wenn du weißt, da ist jetzt eine Kreisläuferin, die ich anpakke als Spielerin, aber ich weiß, dass rechts und links gleich Hilfestellungen kommt oder dass, ja, im Handball ist es ja so, dass man eine diagonale Abwehrhaltung haben kann gegenüber dem, gegenüber der Spielmacherin in dem Fall, dass die plötzlich merkt, oh.
00:18:54: Ich weiß gar nicht mehr, wo ich hingucken soll.
00:18:55: Ich muss mich erst mal vorher umschauen, kommt da noch jemand und dieses Bollwerk in der Abwehr, diesen Zusammenhalt, das kannst du einfach extrem stark in unserer Sportart zeigen als Körpersprache, als Mannschaftliche Geschlossenheit und dann kannst du damit auch einschüchtern.
00:19:13: Ich möchte aber lieber nochmal auf den gesamten Spirit Raw hinauslaufen, weil es gibt natürlich auch die Spielerin, vielleicht sogar die Spielerin, die gar nicht auf dem Spielberichtsbogen steht.
00:19:24: Und da habe ich auch natürlich selber Parallelen zu der damaligen WM, aber auch dieser Zusammenhalt ist so extrem wichtig und da könnten wir auch auf die anderen Sportarten hinaus gehen, wie du gesagt hast, Basketball, wo auch darüber diskutiert wurde, wir brauchen auch den Siebzehnten, den achzehnten Spieler, der es akzeptiert.
00:19:44: Stichwort Rollenverteilung.
00:19:45: Rollenverteilung.
00:19:46: Und aber eine klare Ansage auch von von Seiten des Trainers, des Bundestrainers gibt, du bist hier wichtig, auch wenn du jetzt nicht auf dem Spielberichtspunkt stehst, aber wir brauchen dein Spirit, dass wir alle gemeinsam in diesen Flow kommen und dass es auch keine Querelen im Mannschaftshotel gibt oder während während einem Turnier, einem freien Tag, sondern wenn jeder seine Rolle weiß und dafür einsteht, dass er diese Rolle annehmen kann, dann ist das für mich auch ein ganz, ganz großer Faktor.
00:20:13: War das für ein Erfolg.
00:20:15: Das Turnier hat ja auch wirklich mehr Zuschauerspruch, Zuschauerzuspruch denn je im Damenhandball gehabt, also da helfen natürlich die Heimspiele.
00:20:25: Wir hatten mehr als drei Millionen TV-Zuschauer im Halbfinale.
00:20:29: Ich hab mir jetzt die Zahlen von gestern noch nicht anguckt.
00:20:31: Ich weiß auch gar nicht, ob sie raus sind.
00:20:33: Okay, dann lass mich mal raten.
00:20:34: Ich hätte jetzt gesagt, es sind auf jeden Fall mehr als fünf.
00:20:37: Aber wahrscheinlich ist es noch mal drüber, würde ich zumindest erwarten.
00:20:41: Lass mich mal überlegen.
00:20:42: Hottake, sieben Millionen?
00:20:45: Nee,
00:20:45: wir waren bei fünf, neun oder acht, fünf, neun.
00:20:49: Aber was auch eine überragende, eine überragende Steigerung ist.
00:20:54: Und natürlich könnte man jetzt wieder die Diskussion aufmachen.
00:20:58: Wer hat's von Anfang an und wann sind die öffentlich-rechtlichen eingestiegen?
00:21:01: Da möchte
00:21:02: ich ja nochmal kurz was zu sagen.
00:21:03: Wir müssen dann, glaube ich, auch mal ein bisschen uns selbst kalibrieren.
00:21:07: Ich erinnere mich noch an die Diskussion bei den Basketball-Weltmeisterschaften, Dreiundzwanzig.
00:21:14: Und bei allem Respekt, da ist der Herren Basketball in der Vermarktung und auch in der Präsenz sicherlich noch ein Stückchen weiter als der Damenhandball aktuell in Deutschland.
00:21:24: Aber auch bei den Basketballen hatten wir zwanzig, Dreiundzwanzig Situationen, dass es keinen öffentlich-rechtlichen Sender gab, der vor dem Turnier irgendein Spiel im sozusagen linearen TV freigezeigt hätte.
00:21:38: Ich glaube, ich weiß nicht, ob es das Halbfinale dann war.
00:21:41: Ich glaube, Halbfinale und Finale wurden dann kurzfristig über Sublizenzen noch im Free TV gezeigt.
00:21:47: Aber das war eine ähnliche Situation.
00:21:49: Wir haben jetzt bei den Damen die Situation gehabt, dass zumindest alle KO-Spiele dann im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wurden, was ich ja schon mal eigentlich gar nicht so schlecht finde.
00:21:58: Also wir dürfen da auch so ein bisschen die Historie nicht aus dem Blick lassen.
00:22:03: Ich glaube, wir haben, und das ist ja auch so ein bisschen der Grund für den Podcast, hier teilweise ein Problem bei Sport, der nicht Fußball ist und dem Stellenwert des Sports, der nicht Fußball ist in Deutschland.
00:22:15: Und ich glaube, das bezieht sich auf viele Sportarten.
00:22:18: Ich mag den Begriff auch Randsportarten nicht, weil ich finde, das wird der ganzen Sache nicht gerecht, den tollen Athletinnen und Athleten, die wir haben.
00:22:26: Aber es ist dann, glaube ich, gar nicht so überraschend, dass es jetzt dann bei der Handball WMRs dann ab den K.O.
00:22:33: spielen, wie TV war.
00:22:34: Ich finde es eigentlich gesagt sogar ganz gut, dass wir den Schritt zumindest dann gemacht haben.
00:22:37: Umso schöner, dass es bestätigt wurde und dass sich alle damit identifizieren konnten, wie es ähnlich bei den Männern immer wieder ist.
00:22:45: Im Januar, wo alle merken, was für eine geile Sportart ist das, dass wir Handballer dort auf Respekt, Fair Play, Leidenschaft, Emotionen immer wieder zeigen können.
00:22:56: Umso schöner, dass diese Quote gestern bei den Frauen WM-Finale so so hoch war.
00:23:01: Da geht es auch gar nicht in Vergleiche zu treten.
00:23:04: Das wurde ich während meiner Karriere ganz oft gefragt.
00:23:08: Ich finde vielmehr die Werte und die Fortschritte von der eigenen Sportart in den Vordergrund zu stellen.
00:23:14: Weil jetzt habt ihr jeder gesehen.
00:23:17: Hands-up Formant, das steht Frauenhandball für vieles, vieles mehr.
00:23:21: Jetzt war das in Meilenstein das Turnier und auch der sportliche Erfolg im Damenhandball.
00:23:27: Wie nachhaltig ist das?
00:23:29: und was muss geschehen, dass das nicht wieder verpufft?
00:23:50: in den Landesverbänden, also man muss ja von Deutschen Handballbund immer auch runterbrechen in die einzelnen Bundesländer und die Landesverbände.
00:24:05: Wie wird es dort schon immer gelebt, die Gleichberechtigung aufrecht zu halten, die gleichen Bedingungen zu schaffen?
00:24:12: Und für mich ist das ein klares Zeichen zu sagen, wir zeigen unsere Leidenschaft, wir zeigen uns öffentlich in sozialen Medien, in der Nahbarkeit, die wir auch können.
00:24:24: Also das liegt ja auch viel an den Spielerinnen, die jetzt so eine Medaille gewonnen haben, auch daran, an die Basis zu gehen.
00:24:31: Also, mich hat auch damals jeder gefragt nach der Karriere, warum gehst du eigentlich zum Verband da unten?
00:24:35: Ist auch alles viel langsamer und viel eingekrusteter und nur weißhaarige Männer entscheiden.
00:24:41: Wenn es alle so handt, dann wird sich gar nichts mehr bewegen, ne?
00:24:43: Ja,
00:24:44: na ja, ehrlicherweise ist das aber doch genau der Punkt, wo gehen wir Sportler denn auch selber mal
00:24:50: in Vorleistung
00:24:52: daran zu gehen.
00:24:53: Wir können so viele... Schubladen aufmachen, wo Konzepte drin sind, aber wenn ich nicht samstags morgens in der Halle stehe, um den Kindern was beizubringen und Leidenschaft zu vermitteln, dann passiert nichts.
00:25:05: Und da glaube ich, dass auch eine Offenheit und jederlei Hinsicht, ob das von Trainern ist, ob es von Vereinen ist, ob das auch in Vereinsmeiereien immer wieder endet, weil jeder da verkrustete Denkweisen hat, aufbrechen, nach vorne gehen, Begeisterung schaffen an den Schulen, in den Sportvereinen.
00:25:26: Und das sind leuchtende Kinderaugen, die wir brauchen.
00:25:29: Und bestenfalls dann auch Mädels, die jetzt gestern gesehen haben, wow, ich möchte so Abwehr spielen, wie Xenias Mitz, oder ich möchte ins Tor, weil Cathy Filter mir da ein Vorbild ist.
00:25:38: Und das wäre mein Appell an alle, die sich damit beschäftigen.
00:25:42: Kommen wir mal zu den Herren.
00:25:44: Auch da kann ich mich noch an Zeitlinien, die nicht ganz so gute waren, wie derzeit.
00:25:50: Ich erinnere mich dann noch an Anfang... Ich glaube Anfang der neunziger Jahre.
00:25:54: Horst Bredemeyer und so ein Nationaltrainer, da haben wir uns auch mehrfach hintereinander nicht volumischen Spiele qualifizieren können, glaube ich, achtundachtzig und zweieinneunzig.
00:26:04: Die Zeiten sind zum Glück vorbei.
00:26:07: Der Anspruch ist mittlerweile bei Großereignissen, kann man sagen, eigentlich immer das Podium.
00:26:14: Also ich sage mal bewusst die Ambition, der Anspruch, nicht irgendwie das Mindestziel oder sowas.
00:26:19: So auch bei der anstehenden EM im Januar, Themenübergänge wie aus der Podcast-Hölle, aber ernsthaft für ein Land mit zweiundachtzig Millionen und achthunderttausend deutschen Handballbund und als stärkste Liga der Welt ist die Zielsetzung per se doch bei großer Eigenschaft, eigentlich das Podium, oder?
00:26:42: Für uns als deutsche Handballnation.
00:26:44: Es ist schön, dass es sich dorthin entwickelt hat.
00:26:47: Ich glaube, das Halbfinale weiß in den letzten Jahren immer genau der Punkt, wo wir uns alle gesehen haben.
00:26:54: Auch wenn natürlich die Dichte jetzt gerade bei einer Europameisterschaft doch sehr, sehr hoch ist, auch wenn dieses Turnier wieder aufgebläter wird.
00:27:02: Auch da geht man ja den Weg, mehrere Nationalitäten und mehrere Nationen mit einzubinden, um auch Reichweite aufzubauen.
00:27:10: Aber es ist in diesen sechzig Minuten eines Turniers, eines Turnierspiels immer entscheidend, wie kannst du dich vor dem Spiel und von Spiel zu Spiel auf das besinnen, was dich ausmacht und was deine Stärke ist.
00:27:24: Und da sind wir auch jetzt, wenn wir bei den Männern ankommen, immer.
00:27:27: Das Paradebeispiel ist die Abwehr, ja, zusammen mit Andi Wolf, wenn wir jetzt mal da hingehen, mit Johannes Goller, Julian Köster im Innenblock.
00:27:36: Da sind, das ist ein Prunkstück, was auch Da wieder zum Tragen kommt, dass Handball Deutschland nur mit diesem Spiel, mit der Abwehr, mit Torwart verbunden, dazu führt ein Grundlagen für ein Erfolg.
00:27:51: Und der Glaube an sich selbst, wie wir spätestens letztes Jahr bei Olympia gesehen haben, also bis der letzten Sekunde dran glauben, dann gibt es ja nochmal wirklich so sensationelle Spielsituationen wie gegen Frankreich.
00:28:03: Aber wenn wir vielleicht mal ganz kurz... für die Allgemeinheit auf den Modus zu sprechen kommen.
00:28:09: Vielleicht mal kurzer Einschub, die ihr empfindet, in den Handballhochbogen Dänemark, Norwegen, Schweden.
00:28:15: Statt, es geht am fünffzehnten Ersten los und endet mit dem Finale in Herning, in Dänemark vor wahrscheinlich dann fünfzehntausend verrückten Handballfans am ersten zweiten.
00:28:27: Unsere Jungs treffen dann am fünffzehnten Ersten, glaube ich, zum ersten Mal auf den lieben Nachbarn Österreich.
00:28:34: Und dann auf Serbien und Spanien, ich muss sagen, das ist schon ein ganz schönes Brett, finde ich.
00:28:40: Die beiden Gruppen Ersten der sechs Vierer Gruppen kommen in die zwei Zwischenrundengruppen und spielen dort dann das Halbfinale aus.
00:28:50: Punkte aus der Vorrunde werden mitgenommen, Gegenteams die ebenfalls weiterkommen.
00:28:57: Also das klingt bei uns mit Serbien, Österreich oder Österreich, Serbien und Spanien schon sehr nach Todesgruppe.
00:29:03: oder ist das zu viel gesagt?
00:29:05: Für mich ist das zu viel gefragt, weil nochmal, wir kommen wieder mit der Antwort davor dahin, dass wir als deutsche Handball-Nationalmannschaft bei den Männern ins Halbfinale kommen wollen.
00:29:17: Und ich weiß, dass so eine Vorrundengruppe auch dazu führt, da wird alles dabei sein.
00:29:24: Da wird ein dominiertes Spiel dabei sein, da wird vielleicht auch mal eine Niederlage dabei sein, da gibt es enge Spiele bis zum Schluss Crunchtime.
00:29:32: Und das ist aber doch das, was du eigentlich in unserer Lage haben willst, um gewappnet zu sein für das Turnier.
00:29:40: Wir können nicht den Anspruch haben, alle drei Spiele zu dominieren und meinen, wir können da klar als Favorit in jedes Spiel reingehen.
00:29:46: Nee, das sage ich damit nicht.
00:29:48: Aber es wird von Beginn an heiß hergehen und es braucht es auch, um da wieder reich weiter, um die Leute von nach von Hause auf die Seite der Nationalmannschaft zu bringen, weil jetzt wieder alle wissen, Hey Handball, Europamaschaft, wir sind wieder voll dabei.
00:30:04: Wenn wir uns jetzt mal die Gegner so ein bisschen anschauen, da vielleicht mal ganz kurzes Fazit oder eine Einschätzung von dir uns einholen.
00:30:11: Spanien vielleicht nicht ganz auf dem Niveau, auf dem sie schon mal waren, aber traditionell natürlich eine sehr starke Handball-Nation, auch ein sehr gutes Team.
00:30:20: Bronze war Olympia geworden und eines der, wenn nicht... Das beste Torhüter, du des Turniers oder im Handball-Zirkus im internationalen, mit Devagas Kiel und Herrn Anderson Markteburg.
00:30:36: Deine Einschätzung kurz zu Spanien?
00:30:39: Also ich habe bei Spanien immer ein ganz spezielles Thema, weil der spanische Handball ist so traditionell, dass egal wer nachkommt, genau weiß, wie dieses Spielsystem zu funktionieren hat.
00:30:54: Was will ich damit sagen?
00:30:56: Wir blicken immer so aus deutscher Sicht immer, wer spielt gerade Frankreich Spritgarten, guten körperlichen Handball, die Spanier, jetzt kommen die Verröhren, da müssen wir uns auch was abgucken.
00:31:04: Wenn du einem Spanier, siebzehn Jahre mit einem Spanier, sechs und vierzig Jahre zusammen aufs Spielfeld packst, da weiß jeder genau, wie das spanisches Spielsystem ist.
00:31:15: Was ich damit sagen will, ist diese Stärke, die ist Gold wert.
00:31:20: Und deswegen kann egal, welcher Einzelspieler dann immer wieder auch kommen und welchen High Flyer, sie vielleicht dabei haben, welche erfahren und spielen, welche jungen Spiele.
00:31:28: Dieses System sparen, das spanische System funktioniert einfach immer.
00:31:32: Auf das kannst du dich als Trainer, als Nation immer verlassen.
00:31:35: Und deswegen sage ich, ist Spanien für mich immer unter die Favoriten zu zählen, weil sie einfach sich auf so einen.
00:31:42: Und gerade, was das heute gespannt angeht, kommen wir wieder dazu, dass wir unseren unseren Lieblingssatz heute sagen, die Grundlage legt man hinterher.
00:31:50: Gut, dass wir hier kein Phrasen fragen.
00:31:52: Kommt mal zu Österreich.
00:31:55: Mittlerweile mit, ich glaube, zehn Spielern aus der HBL.
00:31:59: Austaktspiel für die Deutschen ist eh immer besonders und enorm wichtig und gleichermaßen schwierig bei Turnieren.
00:32:07: In der Gruppe dann nochmal ein Tick wichtiger.
00:32:11: Österreich, bereits mit dem Unentschieden gegen uns bei der letzten Euro, vierundzwanzig.
00:32:16: Wie siehst du Österreich?
00:32:17: Gefährlich.
00:32:19: Ich sage an der Stelle ganz klar, weil ich lasse immer gerne mein Bauchgefühl raus, wenn ich gefragt werde, ohne dass sie ja vorher abgesprochen waren.
00:32:27: Daher sage ich, ist in Österreich.
00:32:30: und gerade weil du sagst, zehn, elf Spieler, die in der Bundesliga sind, das ist für die das Spiel des Jahres.
00:32:36: Und du kannst dich genau auf so einer Bühne dann zeigen, wie du es denjenigen zeigen willst, wo du gerade Deine Heimat hast.
00:32:43: und da gibt es verschiedenste Spiele.
00:32:45: auf Nico Billeck, der jetzt von Kiel wieder weggeht nach über zehn Jahren in der Handball-Bundesliga.
00:32:51: Das ist ein Hutcheck, der in Lemgo die Fäden in der Hand hält und hoffiert wird, weil er ein sensationeller Spieler ist.
00:32:58: Und da gibt es einfach coole Einzelstories, die da wieder zu führen können, dass so eine Mannschaftliche geschlossen hat, die es übrigens schon immer gab bei den Österreichern, dazu führen kann.
00:33:10: dass sie sehr, sehr gefährlich werden können.
00:33:12: zu Beginn.
00:33:12: Bei
00:33:13: dem Spiel muss ich mich selbst ein bisschen revidieren.
00:33:15: Bin ich übrigens der Meinung, die haben tatsächlich gar nichts zu verlieren in dem Spiel.
00:33:19: Ich meine, da geht es noch nicht um eine Medaille.
00:33:21: Das heißt, du hast nicht die Finger irgendwo auf ein Edelmetall.
00:33:24: Da ist es ein Gruppenspiel, bei dem du den großen Nachbarn und die große Handball-Nation Deutschland ärgern kannst.
00:33:30: Also da bin ich bei dir.
00:33:31: Das kann nochmal ein paar Prozent mehr geben.
00:33:33: Und ja, also das ist wahrscheinlich eher so ein Spiel, was in die Kategorie zählt.
00:33:37: Wir haben nichts zu verlieren.
00:33:37: Den Jungs zeigen wir uns jetzt mal.
00:33:41: Wer jetzt serbische Sportteams kennt, der weiß, dass da in Sachen Mentalität und Aggressivität nochmal ein ganz anderes Level herrscht.
00:33:48: Wie ist Serbien sportlich einschätzt?
00:33:52: Auch eine überragende Entwicklung, die dort vorgenommen wurde, weil wir auch da sehen, dass die stärkste Liga der Welt für viele die große Motivation ist, dort hinzukommen.
00:34:04: Ich habe ja auch mit einem, dem anderen Serbischen Spieler zusammen gespielt.
00:34:08: Marco Wuhin an der Stelle, der lässt sich da bestimmt auch einfangen, indem das für die das Größte ist, beim Therwickiel in der Handballbundesliga in Deutschland zu spielen.
00:34:21: Und da sind wir eigentlich an dem gleichen Punkt.
00:34:22: Du hast die Mentalität, du hast dieses Herzblut, diese Straßenhandballer gehen, vielleicht auch in einer gewissen Form benannt.
00:34:29: Und das lässt sich genau dadurch beweisen, was es bedeutet, mit so viel Herz gegen Deutschland spielen zu können.
00:34:38: Wir wollten ja immer nur auf die Mannschaft, auf die Nation eingehen, weil die könnte jetzt natürlich wieder auf das Gegenargument aus deutscher Sicht bringen.
00:34:45: Da kommen wir
00:34:46: auf jeden Fall noch auf die Stärken und Schwächen, falls es welche gibt im deutschen Team.
00:34:51: Vielleicht noch ganz nebenbei bemerkt, dass ZHU übrigens bei Punkt Gleichheit in der Gruppe der direkte Vergleich, wie gesagt, die beiden Ersten der Gruppe kommen jeweils weiter.
00:35:01: Nach dem direkten Vergleich dann, wenn es da im Dreier Vergleich oder so identisch ist, dann gilt die allgemeine Tor-Differenz.
00:35:09: und ja, das vielleicht nochmal kurz zum Modus.
00:35:13: Wir gehen mal von dem Weiterkommen aus.
00:35:16: In der Hauptrunde wartet dann mit gegebenenfalls Dänemark, Frankreich, ich glaube Portugal ist noch eine Option, dann vor allem mit den beiden erst genannten das oberste Regal auf uns.
00:35:29: Ausrutscher in der Zwischenrunde verboten, oder?
00:35:34: Ja, cool.
00:35:34: Das ist jetzt nicht die größte Weisheit, die wir brauchen, um zu wissen, dass wir da hoch gehen wollen.
00:35:40: Wie spannender ist eigentlich, den gemeinsamen Weg vor Runde, Hauptrunde, mögliche Endrunde in Herning zu sein, da wo du letztes Jahr auch schon gespielt hast, so ein bisschen einen kleinen, will ich sagen, Heimvorteil haben die denen sowieso, das ist ja ekelhaft.
00:35:54: Krass, was da in Herning passiert, wenn Dänemark aufläuft.
00:35:58: Aber aus deutscher Sicht kann ich nur sagen, da willst du jetzt auch nicht hinrechnen.
00:36:03: Da willst du jetzt erst mal gucken, was hast du?
00:36:05: Wie hast du diese Situation, die ich vorhin angesprochen habe, gemeistert?
00:36:08: Und was kannst du daraus auch nehmen?
00:36:11: Weil wir brauchen es von niemanden zu verstecken.
00:36:13: Das ist, glaube ich, auch völlig klar, weil wir einfach einen sehr starken, breiten Kader vor allem haben.
00:36:19: Deswegen, ich würde da jede Situation gemeistert.
00:36:23: Sehen wollen in der Vorrunde, um dann präpariert zu sein auch gegen die großen.
00:36:28: Ja genau, also darum geht es ja auch dadurch, dass du die Punkte mitnimmst und jetzt eigentlich schon eine schwere Vorrundengruppe hast.
00:36:34: Und dann nochmal wirklich so dicke Bretter in der Zwischenrunde warten.
00:36:38: Es ist vielleicht schon im Vergleich zu den letzten Turnieren schon mal noch eine große Herausforderung, weil du einfach, du konntest dir vielleicht mal ein Ausrutscher erlauben, bist dann trotzdem noch weitergekommen.
00:36:53: Ich glaube, das ist jetzt ungleich schwieriger.
00:36:54: Wenn du jetzt zum Beispiel in Spanien weiter rutscht in die Zwischenrunde, wo von ja aus zu gehen ist und du verlierst das Ding gegen die, dann fehlen dir auf jeden Fall die Punkte in der Zwischenrunde und dann kannst du dir eigentlich nicht noch mal eine Niederlage in der Zwischenrunde erlauben, sonst schaffst du es nicht ins Halbfinale.
00:37:08: Und das meinte ich und ich glaube, das, was dann Alfred Kiesers schon gesagt hat, dass das schwerste Turnier oder die schwerste Trainer, Herausforderung, dir, glaube ich, in seiner Karriere so sinngemäß hat das.
00:37:19: Ich hoffe, ich gebe es richtig wieder gesagt in einem Interview, dir bisher so gesehen hat.
00:37:23: Ich glaube, das ist das ein bisschen damit gemeint.
00:37:25: Und umso besser wäre es ja jetzt auch wieder den Vergleich, den wir vorhin schon genommen haben, was die Frauen gerade nämlich für den Spirit und für den Teamgeist aufgebaut haben.
00:37:35: Du brauchst die komplette Breite des Kaders und da steckt Alfred Giesler so mit Sicherheit auch in dieser Herausforderung.
00:37:42: jedem seine Rolle zu geben, jedem für das kleinste Teil so vorzubereiten, dass du ein Teil dieses Erfolgsweges bist, den wir gehen wollen.
00:37:52: Kommen
00:37:52: wir gleich zu.
00:37:54: Vorher brauche ich von dir aber noch ein Hot-Take.
00:37:57: Jetzt wollen wir mal gucken.
00:37:59: Titelverteidiger sind zwar immer noch die immer hoch gehandelten Franzosen, aber Dänemark, wir haben es schon erwähnt, spielt in einer ganz anderen Liga, sind Olympiasieger, haben die letzten vier Weltmeisterschaften für sich entschieden.
00:38:11: Absurd, die können eigentlich zwei Mannschaften stellen, würden wahrscheinlich dann, dann würden wahrscheinlich, wenn du darauf wetten würdest, dass die Gold und Silber mit ihren beiden Nationalmannschaften abräumst, würdest du bei Tipico oder Biven oder wie sie alle heißen, trotzdem nichts gewinnen, weil die Quote so schlecht ist.
00:38:25: Was macht die so stark und was hat zu dieser brutalen Dominanz geführt?
00:38:31: Also klar ist natürlich eine absurde Handballnation, aber was haben die alles richtig gemacht in den letzten Jahren?
00:38:38: Da war jetzt aber nicht der Hot-Take drin.
00:38:41: Nein, der kommt noch danach.
00:38:43: Um bei Denne mal kurz anzuknüpfen.
00:38:47: Spielfreude, Spielwitz, Grundlagen des Handballsports.
00:38:54: Was heißt Grundlagen?
00:38:56: Basisarbeit, fangen, passen, werfen.
00:38:58: So blöd das
00:38:59: Kleinfrastruktur, Schule wahrscheinlich.
00:39:02: Das sind
00:39:03: gesellschaftliche Themen, also ich habe mich mal mit einem Dänen darüber unterhalten, dass wir in Deutschland so Trennwände, in Hallen, in so dreifachtouren Hallen, um in jedem Hallen Drittel in einer Sportart ausüben zu können oder unterschiedliche Mannschaften trainieren zu können.
00:39:19: Da hat er mich angeguckt, in denen man gesagt, wir bauen drei Hallen, bevor wir da Trennwände einbauen.
00:39:24: Das war für mich übrigens immer der Horror.
00:39:27: Sport natürlich, liebstes Fach im Gimmie.
00:39:29: Und dann ging es in die Halle und die Frage war als erstes, müssen wir uns die Halle mit anderen teilen oder nicht?
00:39:35: Und wenn die Halle frei war, geil.
00:39:37: Heute Mannschaftssportart, irgendwie weiß ich nicht, Handball, Fußball und so weiter.
00:39:43: Das war dann immer so der geilste Moment.
00:39:44: Und dann so, nee, wir haben heute nur ein Drittel, wir müssen irgendeinen
00:39:47: Bett mitten rausfahren.
00:39:49: Das wäre doch okay gewesen, was gerätet schon oder so.
00:39:52: In Worst Case.
00:39:54: Aber ich nehme das trotzdem als Beispiel und da können wir jetzt lachen, wie wir wollen.
00:39:59: Wenn wir in unserer Sportart weiterhin Fortschritte machen wollen, dann brauchen wir infrastrukturelle andere Themen.
00:40:07: Und da ist es halt so, dass ein, sagt ja, das ist ja nix Neues, wie das, die Dänen immer wieder zelebrieren.
00:40:14: Wenn du eine Handballeinheit von siebzehn bis neunzehn Uhr hast, dann bist du ab fünfzehn Uhr schon in der Halle und kannst dort mal in Cafeteria dich austoben.
00:40:22: Bleibst am Abend noch fürs Abendessen zusammen.
00:40:24: Und ein Hausmeister habe ich übrigens auch kein gesehen, weil hier stehen die Hallen offen.
00:40:28: um einfach mehr Bewegung, mehr Möglichkeiten zu haben.
00:40:34: Da würden wir jetzt, glaube ich, Abende füllen, um die strukturellen Themen im dänischen Handball oder im Vergleich zu Deutschland aufzumachen.
00:40:43: Jetzt kommen wir mal zum Hot-Take.
00:40:46: Wie immer gespannt.
00:40:48: Also wer gewinnt das Ding, die EM?
00:40:50: Krieg ich jetzt eine andere Nation als Dänemark?
00:40:52: Oder so weit hängt sich wahrscheinlich keiner aus dem Fenster, oder?
00:40:56: Ich habe ja.
00:40:57: letztes Jahr war ja die Handball WM auch schon in Dänemark damals noch Norwegen und Kroatien und ich habe dieses Herning gesehen.
00:41:08: Also das ist eine Pilgerstätte für rot-weiße Fans und jetzt sind sie sogar drei Wochen am Stück dort.
00:41:18: Das wird Dänemark, aber sowas von durch
00:41:21: rot.
00:41:22: Welche anderen Nationen zählst du zum engsten Favoritenkreis?
00:41:25: Also könnte es ein Überraschungsteam auf dem Treppchen oder im Halbfinale geben?
00:41:31: Portugal vielleicht sogar.
00:41:33: Gegen die sind wir bei der bei der WM im Viertelfinale rausgeflogen.
00:41:36: oder wie zu Weltmeister Kroatien gibt es welche siehst du im Halbfinale?
00:41:40: Ja das sind schon Überraschungsteam die du da gerade genannt hast.
00:41:43: Zumal sowohl bei Kroatien jetzt Mentalitätsmonster und Mentalitätsspieler nochmal mehr denn den Ausschlag geben, aber das Thema Portugal, und ich habe auch da Champions League Spiele gesehen, wo wir diese eine, die Portugiesen zusammen auch schon in einem Champions League Niveau tagtäglich zusammen trainieren, aber auch dann Spieler auf allerhöchsten Niveau bekommen, was ja den Erfahrungsschatz dieser Portugiesischen Mannschaft immer wieder in die Höhe treibt.
00:42:17: Und da haben wir schon ein paar Kitzel.
00:42:20: Vergleiche mit den Kosta-Brüdern und dementsprechend kann ich mir Portugal auf jeden Fall als Überraschungsmannschaft da vorstellen.
00:42:28: Okay, wen siehst du zum Halbfinale?
00:42:29: Jetzt kommt der Hortag, weil der Titel ist ja quasi vergeben, mental zumindest.
00:42:34: Naja, also ich bin bei Frankreich, ich bin bei Dänemark, ich bin bei Portugal und ich würde mir natürlich Deutschland wünschen.
00:42:46: Weiß aber auch nicht, mit welchem Mut und mit welchem Flow Schweden da reinkommt in diese Herning-Gruppe.
00:42:55: Da kann das auch so zu einem heimerfolgwerden für Schweden.
00:43:00: Ja,
00:43:00: okay.
00:43:01: Dann lass uns mal aufs eigene Team schauen, also auf den deutschen Kader.
00:43:05: Gehen wir den mal Lux durch, beziehungsweise, ja, wahrscheinlich kommt jetzt ein Stürnrunzeln hier gegenüber.
00:43:12: Ich hätte jetzt gesagt, die vermeintliche Startformation.
00:43:15: Einfach aber auch um den allgemeinen Sportfenster ein bisschen näher zu bringen.
00:43:20: Wir müssen sagen, zum Zeitpunkt der Aufzeichnung kennen wir eigentlich nur das Erweiterte-Aufgebot am siebzehnten Zwölfen.
00:43:26: Also diese Woche gibt dann der DAB den zwanzig Mann-Kader bekannt und kurz vor dem ersten Spiel, ich glaube am vierzehnten Tag vorher, musste Alfred... dann offiziell achtzehn davon für das Spiel melden.
00:43:39: in Vor-, Haupt- und Finalrunde kann er dann, glaube ich, nochmal auf zwei Positionen im Kader wechseln.
00:43:46: Wo haben wir Weltklasse auf der Platte und wo fehlt uns gegebenenfalls noch ein bisschen Substanz?
00:43:53: Das ist das, was die Fans sicherlich interessiert.
00:43:56: Lass uns mal durchgehen.
00:43:57: Ich habe hier mal so eine kleine Liste vorbereitet.
00:44:00: Bin gespannt.
00:44:01: Ja.
00:44:03: Grätsch mich ab, wenn das Kokolores ist aus Weltmeistersicht.
00:44:08: Also Tor Andi Wolf, T. W. Kiel würde ich Haken hintermachen, Weltklasse.
00:44:13: Ich gehe jetzt mal nicht den gesamten Kader durch, sondern wirklich mal so die, wo ich sage, die sind für mich eigentlich unstrittig.
00:44:21: Dann haben wir am Kreis Johannes Goller, gleichzeitig auch Kapitän von der SG Flensburg-Handewitt, Weltklasse vorne und hinten, würde ich auch einen Haken hintermachen.
00:44:30: Du hachst ein, wenn's nicht passt.
00:44:33: Dann haben wir Rückraum links.
00:44:37: Julian Köster, glaube ich auch, kann man in die Kategorie Weltklasse vorne und hinten einordnen.
00:44:43: Wir haben Rückraum Mitte mit Juri Knor von mittlerweile dem Alborg Handball Club Offensiv.
00:44:51: Sicher auch Weltklasse.
00:44:53: Haben dann noch den, sozusagen, alternativ dem Marco Grigeltsch.
00:44:57: Der ist der schon.
00:45:00: Ist der Weltklasse, kann man den schon einordnen, ist noch sehr jung, halt.
00:45:04: Ich lass dich mal zu Ende erzählen.
00:45:07: Okay, du kommst dann gleich mit deiner.
00:45:09: Rückraum rechts, Renas Uschins von Hannover, Burgdorf.
00:45:13: Weltklasse Ja in der Form von Vierundzwanzig, vielleicht kleines Fragezeichen, muss man sagen, spielt in Hannover natürlich auch jetzt nicht in den... Top-Teams der Liga, die einem sofort in den Kopf schießen, also Marktburg, Berlin und Co.
00:45:31: TRW Kiel und so weiter.
00:45:33: Haben wir links außen Lukas Mertens vom SC Marktburg, würde ich sagen internationale Bissweltklasse und rechts außen weiß ich nicht, wer auf die Platte darf.
00:45:44: Lukas Zerbe vielleicht vom TRW Kiel, von deinem Club würde ich mal in der internationalen Klasse einordnen.
00:45:52: Ich finde, du darfst gleich.
00:45:55: Wir haben da schon eine wirklich, wirklich extrem, extrem gute Truppe auf der Platte.
00:46:01: Jetzt ist aber das Spiel mittlerweile wahnsinnig schnell geworden und Mannschaften wie Dänemark, ich habe es vorhin schon gesagt, die verfügen über eine brutal starke Bank und Bank trifft es wahrscheinlich gar nicht.
00:46:11: Die können wahrscheinlich eins zu eins nahezu in der Rotation wechseln.
00:46:16: Wie wichtig ist beim Kräfteverschleiß die Ausgewogenheit im Kader, ist da der zweite Anzug und auch das ist vom Birding.
00:46:23: sicherlich wird den Spieler nicht gerecht, aber du weißt, was ich meine und der Fan draußen auch.
00:46:28: Ist es vielleicht noch so der Bereich, wo wir ein bisschen Luft nach oben haben, vielleicht zu der ganz großen Nation wie Dänemark?
00:46:35: Wie schätzt du den Kader ein?
00:46:38: Und die Situation, dass du halt eigentlich auch diese Rollenspieler brauchst und auch eben halt mal über Entlastung sorgen kannst von der Bank?
00:46:48: Also... Ich gehe überall mit, was die Spieler angeht.
00:46:55: Um nochmal kurz auf deine Frage, Marc, wo kriege ich Weltklasse?
00:46:59: Wir werden das in den Turnieren sehen, die jetzt kommen.
00:47:02: Also er hat sich mit Sicherheit da etabliert, auch in einem Top-Verein jetzt bei der Eski-Flenzburg-Hande wird.
00:47:08: Natürlich mit seiner ersten Saison schon für eine Fünf-Houre zu sorgen und Stabilität auszusprechen.
00:47:15: Wir reden immer noch von einem ganz jungen Spieler an der Stelle.
00:47:19: Aber genau diese erfahrenen Spieler mit Bezug auf dem jüngeren Backup, nenne ich es jetzt mal und dann fange ich mal von meiner Position an, Tim Freihöfer auf links außen mit Lukas Mertens zusammen, ist für mich auch eine Stabilität, wo du verweist.
00:47:37: Da kannst du einfach eins zu eins wechseln und da wird kein Abfall hinterher sein.
00:47:43: Im Gegenteil kannst du immer was Spritziges mit dazunehmen.
00:47:48: Es steht und fällt mit der Rückraumachse und da mag ich eigentlich eine Variabilität noch mit reinzubringen, nämlich in Niels Lichtlein, den ich als Rückraumspieler extrem schätze.
00:47:59: Vöchse
00:47:59: Berlin.
00:48:00: Vöchse
00:48:00: Berlin, ein bayerischer Spieler, war unser Stolz da auch irgendwie mal zu zeigen.
00:48:09: Und die spielen alle in Champions League.
00:48:13: Mannschaften, also jetzt gerade, wenn so ein junger Lins Lichtlein von Matthias Gitzel im Training was lernt oder mit Lasse Andersson zusammen eine Spielschnelligkeit von dänischen Top-Spielern was lernen kann, dann kann das nur hilfreich sein.
00:48:28: Oder du hast angesprochen, Jury Knorr spielt in Allborg, hat da in den dänischen Bundesliga wahrscheinlich auch seinen nächsten Erfahrungsschritte, die er machen kann.
00:48:39: Daher meine ich, natürlich haben wir die Position auf Rückraum rechts nicht so stabil,
00:48:44: wie wir es
00:48:45: uns alle wünschen würden, was auch anderen posten.
00:48:47: Deshalb auch nochmal so zu sagen, Kai Häfner nochmal so reaktiviert, so auf Standby.
00:48:52: Ja, ich weiß nicht, was im Transsemper
00:48:54: ist natürlich dann auch nochmal ein Spieler, der aus Leipzig da mit fungieren mag.
00:49:01: Aber nochmal, wir kommen eigentlich dazu und da weiß ich, um Alfred Giesler ist uns Priorität.
00:49:07: Die Qualität muss auch in Form von Abwehrspielen vorhanden sein.
00:49:11: Und das Kreisläuferspiel wird auch immer mehr eigentlich vernachlässigt, wenn man ehrlich ist.
00:49:18: Also das geht ja immer nur noch im Handball, um eins gegen eins zu sein.
00:49:22: Aber siehe jetzt auch Lisa Antl bei den Frauen oder Janik Holbacher mit Johannes Goller.
00:49:28: Wir brauchen wieder auch so zwei, drei Puzzleteile, auf die man sich verlassen kann.
00:49:33: Und das meine ich eben mit mit deutschem Spiel.
00:49:35: Was ist das deutsche Spiel?
00:49:37: Und das ist immer noch so, das ist nicht so griffig.
00:49:40: Du hast gerade einen Alfred Gissler schon angesprochen.
00:49:42: Also wir testen übrigens nochmal im ersten und elften ersten gegen Kroatien zweimal.
00:49:47: Und du hast jetzt fast zehn Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:51: Acht Jahre?
00:49:51: Acht Jahre, sorry, okay.
00:49:52: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:53: Acht Jahre, sorry, okay.
00:49:53: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:54: Acht Jahre, sorry, okay.
00:49:55: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:55: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:56: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:57: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:58: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:49:59: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:00: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:01: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:01: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:02: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:03: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:04: Acht Jahre unter Alfred Gissler.
00:50:05: Was macht seinen Stil fachlich und menschlich aus?
00:50:09: Also, ich fange mit dem fachlichen an, denn Alfred Geistersohn ist eines Erachtens einer der Trainer, der alles analysiert.
00:50:18: Also, wir haben in den Jahren beim THW Kiel Videoanalysen gehabt.
00:50:22: Da kann ich gar nicht mehr darüber nachdenken, wie viele, wenn ich die zusammenzähle, habe ich, glaube ich, einen Jahr Fernseher geschaut, so gefühlt.
00:50:32: Was ich damit sagen will, ist, Die Vorbereitung auf ein Gegner, auf ein Spiel, die ist auf allerhöchstem Niveau, weil er sich sehr, sehr viel Gedanken macht, was sind dann auch Konzepte, die es dagegen braucht.
00:50:45: Gleichzeitig hat er das in einer Nationaltrainerrolle, natürlich jetzt mit einem ganz anderen Rhythmus und Pensum, aber trotzdem kann er dir auf Knopfdruck sagen, welche Aktion hatte Julian Köster jetzt die letzten sechs Spiele.
00:50:58: Krass, um zu sehen.
00:51:01: Wie selektiere ich auch?
00:51:03: Wen finde ich vielleicht auch auf gewissen Positionen?
00:51:08: Weil er holt ja schon immer wieder auch Spieler raus, die ihm im Abwehr verbunden, ihm helfen.
00:51:15: Und daher ist, glaube ich, die Analyse und die zu wissen, wer wo spielt in der Liga absolut top.
00:51:24: Menschlich ist Alfred Kieserssohn natürlich als Eastländer, wie ich ihn als Vereinstrainer hatte.
00:51:29: nochmal anders zu bewerten, als wenn ich ihn jetzt zwischen Moderator und Experten da ist.
00:51:38: Aber auf eine menschliche Basis, die von Ehrlichkeit geprägt ist und das tut manchmal auch weh als Spieler.
00:51:46: Also kann ich selber von Lied singen, wie es dann ist, wenn man mit einem langjährigen Trainer zusammenarbeitet, wo ich immer der Meinung war, Gib mir was an die Hand, wo wir dich arbeiten können.
00:51:58: Und wenn es dann ist, dass du mich zusammenscheißt während dem Spiel, aber ich brauche eine gewisse menschliche Griffigkeit.
00:52:06: Das hat er natürlich verstanden und ist auch seine Art der Kommunikation.
00:52:11: Heute als Bundestrainer und mit bisschen Abstand natürlich auch als Spieler kann ich sagen, dass das ein sehr vertrauensvolles Verhältnis ist, wo er Wo man weiß, dass man auf einer Wellenlänge ist und, glaube ich, konnte als Spieler damals sein Spielsystem und auch das Spielverständnis für Handball generell sehr, sehr nachempfinden und habe das auch direkt verstanden.
00:52:31: Worüber ich auch sehr dankbar bin, auch von Haus aus immer was mitbekommen zu haben, sehr wissbegierig zu sein, das habe ich ja von früher schon gelernt.
00:52:39: Daher, glaube ich, versteht und respektiert ja auch mein Spielverständnis und meine Expertenrolle jetzt im Handball.
00:52:46: Aber wenn wir uns jetzt Mahayna Brandt als Weltmeister-Trainer, dann haben wir Dago Sigurtssongo, mit dem wir die Europameistisch-Aufzuseinheit gewonnen haben.
00:52:57: Und jetzt haben wir Alfred.
00:52:59: Welche Unterschiede sozusagen in Spielstil und Taktik siehst du da zwischen diesen Trainer?
00:53:07: Da müsste man jetzt ziemlich aufräumen, also von der damaligen Zeit zu heute.
00:53:14: Mir fällt so damals... Schwierig
00:53:15: natürlich immer die Ära miteinander zu vergleichen.
00:53:17: Das würde ich auch ungern wollen.
00:53:19: Ich würde mehr auf die Spielsysteme vielleicht gerne mal eingehen wollen.
00:53:23: Zwei Tausend Sieben klare Hierarchien, klare Spielzüge.
00:53:29: Das ist allerdings damals ein Handball gewesen, da musste ein Spielzug... bis zum Ende klappen.
00:53:34: Wenn ich daran denke, Leer-Links-Lanzer, er war damals ein Spielzug, der musste, was ich damit erklären will, hier mit meiner Handhaltung, da musste der Spielzug bis am Ende und hier passiert das Tor.
00:53:48: Aber es gibt Spielzüge...
00:53:50: Kannst du nicht prognosizieren, wie die laufen?
00:53:52: Die müssen auch hier erfolgreich sein, hier erfolgreich sein und hier erfolgreich sein.
00:53:57: Und da kommen wir aktuell ja auch wieder hin.
00:54:00: Also wenn du jetzt das Spielsystem... Dänemark oder Füchse Berlin, wo der weltbeste Spieler aktuell ist.
00:54:07: Matthias Gitzel.
00:54:08: Matthias
00:54:08: Gitzel, der kommt einfach mal eingelaufen.
00:54:10: Der kommt einfach mal gegen die Hand oder macht sein Eins gegen Eins.
00:54:14: Also diese Spielstil wird es ja immer mehr geben.
00:54:16: Wir hatten schon davon gesprochen, dass kaum noch Kreisläufer zum Einsatz kommt.
00:54:21: Oder jetzt beim letzten Top-Spiel-Pütlik.
00:54:23: Erster Halbzeit.
00:54:25: Flensburg gegen Berlin.
00:54:30: Sorry, genau.
00:54:31: Kleiner Hänger.
00:54:33: Erstmal wahnsinniges Spiel mit, weiß ich, mit achtzig Toren oder so.
00:54:37: Und da war Püttlik ähnlich so drauf wie Gitzer, ne?
00:54:42: Also
00:54:43: das ist ein
00:54:43: neuer Spielertyp.
00:54:44: Und was ich damit sagen will ist, deswegen kannst du gar keine Eras vergleichen, sondern du gehst jetzt auf ein Spielsystem, was jeder irgendwie für sich definiert.
00:54:55: Wir können auch den SC Magdeburg einbauen mit Gisli Christianzon, wo es nur darum geht.
00:55:00: Kreisläufer gebete weg.
00:55:02: Ich möchte hier jetzt viel Platz haben, wenn es gegen eins Durchbruch haben.
00:55:06: Aber es wird auch wahrscheinlich jetzt bald wieder irgendwann Turnierform geben, wo wir den Kreisläufer doch wieder in der oberen Etage anspielen und das zwei gegen zwei mehr machen, was ein spanisches Spielsystem immer wieder ist.
00:55:21: Daher, ja, ich tue mir das schwer, A das zu vergleichen und B gilt es... Die individuellen Stärken, da muss man Alfred Kiesler schon erwähnen, da war er zu Anfangszeit seiner Bundestrainerzeit noch sehr, sehr star und aus THV Kiel Zeiten kommend, weil bei uns das einfach der Spielzug ist, den es braucht.
00:55:43: Also Tor entschuldigt alles, ist so ein Spruch.
00:55:47: Den hat früher mal einen Trainer gesagt, den gab es beim THV Kiel so in der Form nicht.
00:55:51: Wer
00:55:51: trifft da drächt?
00:55:52: Weil das ist... In Mannschaftssport, da muss ein Spielzug, das sind mehrere Spielzüge, die da im Portfolio und im Kopf sein müssen.
00:56:00: Das ist Disziplin teilweise, die es braucht.
00:56:03: Aber wir kommen, wie gesagt, immer mehr eigentlich dazu, dass wir Spieler, Material, Spieler Qualitäten haben, wo du die gar nicht in dieses Spielsystem pressen darfst.
00:56:12: Deswegen Auftakt, Handlung, ja, Kreisläufer positionieren und dann entsteht ein Spiel daraus.
00:56:18: Und daher vielleicht auch die Sichtweise von jemandem von außerhalb, der nicht im Handball so tief drin ist, dass das manchmal Harakiri oder mal ist es jetzt gewollt oder hat er jetzt da ein Spiel so überhaupt angesagt im Timeout?
00:56:31: Also da
00:56:31: mehr Flexibilität und mehr eigene Verantwortung dann auch bei jedem einzelnen Spiel vielleicht im Vergleich zu früher.
00:56:37: Und das Vertrauen zu spüren.
00:56:39: Also darf ich denn meine Stärke hier außer ist eigentlich gewollt und da sind wir wieder in einem Coaches Bereich diese zwischenmenschlichen Themen so anzugehen, dass du dich wohl fühlst, dass du auch selbst vertrauen hast.
00:56:53: Und da können wir jetzt Marco Kriegitsch kommt mir natürlich wieder gleich in den Kopf.
00:56:56: Dem du das Vertrauen gibst, macht dein Ding, macht deine, spielt deine Stärke aus.
00:57:02: Ja, spannend.
00:57:03: Wir werden das natürlich im Januar beobachten.
00:57:05: Wir sind schon massiv über der Zeit, also meinen Anspruch, das mal ein bisschen zeitlich zu reduzieren.
00:57:11: Habe ich mal wieder mit Füßen getreten, aber ich finde es halt mega spannend.
00:57:14: Ich glaube, die Leute da draußen auch.
00:57:16: Lass uns im Schweinsgelab noch mal schnell auf die Hand bei Bundesliga und die Champions League schauen.
00:57:19: Vielleicht wirklich mit ganz kurzen Einschätzung.
00:57:24: Gibt es in der HBL Überraschungen aus deiner Sicht nach der Hinrunde, also was Teams oder auch Spieler angeht?
00:57:32: Überraschend zum Beispiel, dass die Füchse Berlin vielleicht jetzt schon so weit weg sind, eine Spitze, auch wenn Markteburg da sicherlich eine Alleinstellung hat.
00:57:39: Ja, da würde ich gar nicht auf Füchse Berlin gehen, sondern vielmehr den TBV Limco ansprechen, dass diese Überraschungsmannschaft oder auch sich in einen Flow gespielt hat, auch mit guter... Vereinsatmosphäre mit gutem Trainercoaching, mit einfach auch einem Teamgeist, der merkt, Ho Hoppler, wir können hier in Berlin gewinnen, wir holen gerade einen Punkt zu Hause gegen Kiel.
00:58:06: Das macht Spaß zu sehen, dass diese stärkste Liga der Welt immer wieder für Furore sorgt im letzten Jahr, dass es vier, fünf Mannschaften noch immer bis zum Schluss gab, die um die deutsche Meisterschaft spielen.
00:58:20: oder Hannover Burgdorf sogar auch.
00:58:23: Und immer wieder gibt es Geschichten mit den besten Spielern, die wir haben können.
00:58:28: Und das Thema Champions League können wir auch direkt... Lass
00:58:31: mich noch einmal ganz
00:58:32: kurz
00:58:33: zum letzter Satz zur Bundesliga.
00:58:36: Letztlich magte Burg das Ding noch nehmen.
00:58:38: Was macht die so stark?
00:58:39: Die haben, glaube ich, erst einen Punkt verloren und marschieren damit Abstand
00:58:43: vorweg.
00:58:44: Was macht die so stark?
00:58:45: Also ein Selbstverständnis jedes Spiel.
00:58:50: wieder als ein Endspiel zu sehen, ist jetzt vielleicht auch ein bisschen hochgegriffen, worauf ich eigentlich hinaus will, ist diese Mentalität, die von der Seitenlinie an auf die Mannschaft übergeht, auf den ganzen Verein übergeht.
00:59:02: Wenn es wiegert ist, die Institution, die man nennen darf und muss, wenn du als Trainer und Manager das in einen Person einfügst, dann weißt du, wohin dieser Verein gehen möchte.
00:59:17: die nächsten Jahre.
00:59:18: und das gibt er vor und das vermittelt er auch so seinen Spielern und Spieler, die da wirklich für Furore sorgen.
00:59:26: Woche für Woche, Spieltag für Spieltag, weil, jetzt können wir hoffentlich schon den Übergang machen, in der Champions League stehen sie auch
00:59:33: ins oben.
00:59:34: Doppelbelastung.
00:59:36: Da wird nicht gejammert über Doppelbelastung, sondern das ist einfach Fakt.
00:59:41: dass der SC Magdeburg auch aufgrund seiner strukturellen Themen ein absolutes Vorbild ist für diese Handballwelt.
00:59:50: Auch nochmal zur Einordnung.
00:59:51: Also Magdeburg führt die eigene Gruppe B, glaube ich, ist es in der Champions League an, sind ungeschlagen, nach zehn von vierzehn Gruppenspielen vor dem FC Barcelona und im Gegensatz zur HBL liegen auch die Füchse.
01:00:11: Berlin in der Champions League auf Platz eins in ihrer Gruppe, A mit, wir haben schon erwähnt, Welthandballer Matthias Gizze, klar Däne.
01:00:21: Bald auch dann mit Pütlik übrigens, ebenfalls Däne, der nach Berlin wechseln wird.
01:00:30: Das ist, ich glaube, angepeilt.
01:00:32: Glaubst du, dass er vielleicht früher wechselt im Sommer gegen den Einwurf kleiner Münzen?
01:00:37: Das weiß ich ehrlicherweise so nicht.
01:00:40: Viel spannender ist eigentlich die Aussage und die, vor allem die Reaktion von Pittlick, der für Flensburg ja noch alles geben wird und jetzt im Spiel gegen Berlin in dem Spiel.
01:00:52: Hat er, glaube ich, auch eindrucksvoll bewiesen.
01:00:54: Eindrucksvoll gezeigt mit elf Torren, meine ich am Ende.
01:00:57: Gezeigt, dass er Handballspieler ist aus Leidenschaft und für den Erfolg kämpft, egal für welches Trikot er hat.
01:01:04: Kurz dann, um die Champions League mal abzuschließen, wer kommt ins Final Four?
01:01:10: Finalturnier in Köln im Juni zu geben, ist noch was hin.
01:01:14: Aber wer kommt ins Feine vor und wer zieht das Ding am Ende?
01:01:18: Ja, das ist unglaublich schwer.
01:01:20: Muss ich festlegen.
01:01:20: Ja, Westbrem, Paris, Barcelona, alle solche großen Lisbon.
01:01:26: Also die Portugiesen wollen da ja auch am Ende mal da den letzten Nond.
01:01:33: Wo ich ja selber auch gespielt habe, hat das letztes Jahr geschafft.
01:01:36: Boah, ich fand es schon cool, dass da zwei deutsche Mannschaften am Ende oben standen.
01:01:41: Demnach wird es auch, wenn man jetzt gerade sieht, dass hier die beiden Gruppen dominieren, würde ich mir das wünschen.
01:01:50: Soll ich mich wirklich festlegen?
01:01:51: Absolut, ja.
01:01:52: Also, naja, das ist auch kein Hot-Tag, wenn ich dann wieder Barcelona nenne.
01:01:57: Und ich gönne es wirklich mal wesprimm, weil da wird so viel investiert, auch finanziell investiert.
01:02:05: dass diese Mannschaft mal endlich dort oben ankommen kann.
01:02:10: Deswegen sage ich, beide deutsche Mannschaften mit Barcelona anwespringen.
01:02:14: Okay, und wer zieht's am Ende?
01:02:19: Also... Bennet Wiegert kommt ja zwischen den Jahren bei uns privat mal vorbei.
01:02:26: Du hast dich im Podcast geäußert, der muss jetzt Gas geben.
01:02:31: Ja, ich gönne das natürlich meinem Freund Bennet Wiegert und dem SC Magnet.
01:02:35: Ja, cool.
01:02:36: Schließen wir uns an.
01:02:37: Dann kommen wir auch so langsam zu Ende, aber wir haben noch ein wichtiges Thema, was ein bisschen anknüpft an das, was du vorhin zwischendurch schon immer mal wieder so hast einfließen lassen.
01:02:47: Stellenwert, Struktur.
01:02:49: für den Handball in Deutschland.
01:02:54: Wenn man jetzt so von der Ferne drauf blickt, muss man sagen, wir haben glaube ich sieben U-One-Zwanzig-Weltmeister in unserem erweiterten Nationalmannschaftskader für die EM.
01:03:04: Also es liest sich eigentlich erstmal ganz gut, zeugt erstmal von einer guten Nachwuchsarbeit.
01:03:11: Du bist in ein Projekt involviert, was Handball Campus München heißt und was noch glaube ich So ein paar Jahre vor u ein zwanzig ansetzt.
01:03:21: Erklär uns mal worum es geht.
01:03:23: Was ist die Idee und was ist die Vision hinter dem Projekt?
01:03:27: Also für dieses Projekt hole ich jetzt mal was aus meinem.
01:03:30: Weil du hast ja hier auch eine Kamera mitlaufen.
01:03:33: Halt dich fest was jetzt hier raus.
01:03:36: Habe ich natürlich schon gesehen.
01:03:37: Ja hast du schon gesehen.
01:03:39: Also nicht dass es mitgebracht hat sondern bei Social Media.
01:03:40: Ich habe
01:03:41: eine Giraffe gerade ausgepackt um den Podcast hören zu Hause.
01:03:46: sagen, warum diese Campus-Giraffe, die nämlich für die Giraffensprache steht.
01:03:53: Und damit wollen wir wertschätzen und gewaltfreiem in unseren Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen.
01:03:59: Und das ist genau der Punkt, weshalb wir vor fünf Jahren, zwanzig, einundzwanzig, tatsächlich am vierten Februar, zwanzig, einundzwanzig, damals war Deutschland Weltmeister, zwei tausend sieben geworden und wir wussten alle nicht.
01:04:12: Beim Notar damals, als wir das unterschrieben haben, was heute von Datum ist, bis ich den Notar gefallen habe, was haben wir denn heute von Datum?
01:04:18: Und dann hat er gesagt, vierter Februar, und dann habe ich gesagt, oh, da wurde Deutschland Weltmeister,
01:04:23: im
01:04:24: Jahr war ich in Köln.
01:04:27: Ach nein, legal.
01:04:28: Und dann hat uns der Anwalt, der uns beraten hat, gesagt, ja, der Herr Klein auch, aber auf dem Spielfeld.
01:04:35: Das hätte
01:04:36: aber eigentlich wissen müssen,
01:04:37: oder?
01:04:38: damals mit Corona und Maske auf und keine Ahnung, was da die Notarien wieder durcherzählt haben.
01:04:44: Sorry, dass ich jetzt abgebogen bin, aber das ist immer so die schöne Geschichte, weshalb wir immer nämlich sagen können, hey, im kommenden Jahr werden wir fünf Jahre und haben bis zu tausend Kinder pro Woche, die wir bewegen und die wir begeistern mit Ball.
01:05:00: Klammer auf, klammer zu, weil wir natürlich aus dem Handball Sport kommen und den Handball Campus gegründet haben, aber bei uns geht es darum, Kindern Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen in der Schule, im Nachmittagsunterricht, in den Feriencamps.
01:05:13: Und wenn wir es da schaffen, Begeisterung und leuchtende Kinderaugen hinzubekommen mit unseren Coaches, mit unserer Ansprache, dann haben wir, glaube ich, sehr, sehr viel erreicht.
01:05:23: Und ich glaube, wenn man uns vor fünf Jahren gefragt hat, wo das mal hinführen wird, dann können wir sehr, sehr stolz darauf sein, dass wir mit teilweise vier hauptamtlichen Mitarbeitern, zwei dualen Studenten und vielen FSJ-Tlern, die schon den Weg mit uns gegangen sind und wo wir auch in Zukunft hin wollen, das wird durch.
01:05:44: Und jetzt kommen wir wieder vor und habe Ehrenamt und Professionalisierung, diesen Spagat und diese Balance zu finden.
01:05:52: Da wollen wir weiter ausbauen und es macht unglaublich viel Spaß zu sehen, wie wir da herangehen.
01:05:58: Welche mittelfristigen Ziele habt ihr?
01:06:03: Ja, mittelfristig ist eigentlich die Geschichte auszubauen, indem wir noch mehr Koordinationsstelle werden für FSJ, für freiwilliges soziales Jahr.
01:06:13: Ich glaube, weil es jeder vielleicht zu Hause nach die Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die noch nicht wissen, wo sie studieren wollen, wo sie in die Anstellung gehen wollen oder in die Ausbildung gehen wollen.
01:06:22: Den wollen wir ja für ein Jahr nach Heimat bieten, nämlich was Sinnvolles zu machen, indem ich vielleicht sogar meiner Sportart nachgehen kann.
01:06:30: um an den Schulen was weiterzugeben.
01:06:32: Und diese Entwicklung von jungen Menschen, die aus der Schule rauskommen, das ist noch ein so tolles Erlebnis, weil wir sagen natürlich drei bis zwölf Jahre ist unsere Zielgruppe, nämlich Kindergarten und Grundschulalter, aber zu sehen, wie junge Menschen auch in ihrer Verantwortung wachsen und am Ende vor einer Schulklasse stehen, am Ende des Jahres des Schuljahres und dann, ja, der King ist und die Autogramme schreiben wollen, weil da macht es dann keinen Sinn mehr, dass der Klein als Weltmeister dahin kommt, sondern dann ist der Finn, der FS Jöttler, der Star, weil der immer wieder dafür sorgt, ihnen was beizubringen oder den sportlichen Austausch macht.
01:07:09: Und mittelfristig gesehen ist eigentlich jetzt der Übergang auch zu sehen, wie können wir die Geschichte nach dem Thema zwölf Jahre weiter ausbauen, weil es kommen jetzt durch den generischen Wachstum Eltern und Kinder auf uns zu.
01:07:21: Die sagen, wir wollen jetzt auch in der Zähjugend oder auch in der Bejugend Handball mit euch das Angebot bekommen.
01:07:30: Und da sind wir jetzt wieder in die Gründungsphase gegangen und haben eine Handballgemeinschaft gegründet als EV, die sich zum Gipfeltour, zum großen Ziel gesetzt hat, eine Perspektive für unsere Talente zu schaffen hier in München.
01:07:44: Mit der Verzahnung, das hast du glaube ich irgendwo gesagt, Bundesliga-Handball in München zu etablieren.
01:07:54: Ich meine es gibt ja Sport an wie Basketball, die das vorgemacht haben, natürlich durch große Unterstützung vom FC Bayern oder Red Bull hat sicherlich dann auch mit der Arena, mit der neuen dazu beigetragen.
01:08:07: Aber das wäre tatsächlich dann auch nochmal so ein sehr langfristiges Ziel zu sagen, einfach den Handballstandort München in Anführungsstrichen zu gründen oder zu etablieren sozusagen und Da auch dann mal perspektivisch Handball Bundesliga zu sehen, oder?
01:08:24: Absolut.
01:08:25: Und diese Ambition ist sehr, sehr groß und sehr herausfordernd.
01:08:28: Aber es ist uns ein Anliegen, dass wir den Talenten, die wir zweifels ohne hier im Umfeld von München haben, eine Perspektive schaffen können, um nicht in die NLZ nach Leipzig, nach Bakteburg, nach Berlin, nach Mannheim gehen zu müssen, sondern ihnen eine Perspektive auch zu haben, in dem eigenen Familienumkreis, in dem eigenen Freundeskreis zu bleiben.
01:08:48: um hier eine top Anschlussförderung und Talentförderung zu bekommen.
01:08:54: Und egal, wer auf diesen Zug oder auf diese Gipfel-Tour, wir nennen es auch bei weitem nicht Pilotprojekt, sondern oder Leuchtturm-Projekt, sondern wir nennen es zweifelsohne eine Gipfel-Tour, damit wir in diesem Basecamp, was ja der Handballcampus ist an der Stelle, tausend Kinder pro Woche zu bewegen, eine Grundschulliga zu etablieren, weiter in die Schulklassen zu kommen, eine Basis zu schaffen.
01:09:17: mit den umliegenden Vereinen, und das ist uns eigentlich am allerwichtigsten, dass diese Herzogtyme, die es zweifelsohne in jeder Sportart gibt und in jeder Region gibt, die aufzubrechen und sagen, es geht nur gemeinsam.
01:09:29: Jeder der Vereine soll davon sich wertschätzend fühlen, dass ihre Jugendarbeit, ihre Talentarbeit dahin endet, ein gemeinsames Ziel zu haben.
01:09:39: Und wir wollen Im Sommer, wo der Heib der Heim-WM am Standort München durch die deutsche Mannschaft etabliert wird, nutzen, um dann in eine Jugendbundesliga Qualifikation zu gehen, um dann aber auch eine Zielmannschaft parallel aufzubauen, wo ein Talent aus München sieht.
01:09:57: Die Perspektive ist hier in der dritten Liga bestmöglich, braun wie Männer.
01:10:03: Cool.
01:10:05: Wenn ich jetzt mal so deutschlandweit schaue, wie der Zustand, das in Medien natürlich schon hinlänglich thematisiert, aber in welchem Zustand sich so Schulen und Sporthallen oder Sportstätten im Allgemeinen befinden.
01:10:21: Da kommen einem ja so ein bisschen die Tränen als sportaffine Person.
01:10:25: Welche Herausforderungen habt ihr in Sachen Infrastruktur, also Stichwort Sportstätten und Stichwort?
01:10:33: Du hast es vorhin schon gesagt, glücklicherweise gibt es in Deutschland, glaube ich, wie in keinem anderen Land so viele Ehrenamtler und auch Trainer, die sozusagen ohne dafür ein Euro zu bekommen, mit Herzblut sportliche Themen treiben.
01:10:51: Aber welche größten Herausforderungen habt ihr in dem Kontext?
01:10:54: Also sind es Sportstätten, Infrastruktur, Trainer, personeller Support?
01:11:00: Wo liegen die Herausforderungen in eurem Projekt?
01:11:01: Also die größte Herausforderung ist, das Thema Spielstätten und das Thema Hallenzeiten zu bekommen, die wir Handballzweifels ohne in der Halle brauchen.
01:11:12: Und das ist dann auch immer wieder dazu führt, keine Begegnungsstätten zu haben, sondern meistens nur Schulturnhallen, die vielleicht mal eine ausfahrbare drei-stufige Tribüne dann irgendwie haben, sondern wir brauchen auch.
01:11:27: Und das ist speziell hier in Münchender Fall.
01:11:30: Kapazitäten, die ab tausend Zuschauer eher sogar Richtung dreitausend, viertausend Zuschauer Kapazität brauchen, was diese Region und diese Stadt noch nicht hat.
01:11:40: Jetzt wissen wir, dass Olympia Bewerbung gerade auch im Gange ist, wer weiß, was in diesem Zusammenhang stattfinden wird.
01:11:46: Aber wir können auf eine Stadt München zurückgreifen, die von diesem Projekt natürlich schon erfahren hat und auch die unterstützen möchte.
01:11:56: Und so möchten wir einfach das Vorleben, was wir vielleicht im Landkreis, im Umkreis von München schon leben, ja, durch Fürstenfeldbrück, durch Ismanning, durch aber auch Münchner Vereine, wie Alach, wie HT.
01:12:10: Man würde jetzt jemanden vergessen, wenn man nicht Alach erzählt, das ist immer ein bisschen schwierig.
01:12:14: Aber es gibt hier höchsspielenden Handball in den Jugendklassen.
01:12:18: Das heißt, hier gibt es schon sehr, sehr viele Talente, und denen eine Heimat zu bieten und nicht den Abwanderungsgedanken irgendwie zu haben, was ist, wenn ich mal die Lust habe, Profi zu werden, sowohl bei den Mädels als auch bei den Jungs.
01:12:32: Dafür möchten wir kämpfen und die Vereine zusammenbringen, dass wir es gemeinschaftlich auf den Weg bringen können.
01:12:39: Es braucht jetzt keine Lippenbekenntnisse mehr, sondern du kannst jetzt Teil des Ganzen werden.
01:12:44: Also Werde-Fan, Werde-Energizer, Werde-Playmaker, wir haben eine Further-Mitgliedskampagne, wo ich jetzt keinen mehr, den ich anspreche, keine Ausreden mehr gibt.
01:12:53: Weil wollen wir Handball in München, wollen wir an diesem Standort für die Jungs, für die Mädels eine Perspektive bauen.
01:13:00: Go for it.
01:13:00: Dann go for it.
01:13:02: Mach.
01:13:02: Und an diesem Punkt sind wir, sobald wir im Vereinsregister eingetragen sind, was hoffentlich ein schönes Weihnachtsgeschenk noch wird.
01:13:10: Und dann gibt's das Konto und dann darf das hier aber überfüllt werden, mit jedem, der Lust hat.
01:13:16: Das ist an diesem Standort so ein, ich will nicht sagen best practice, aber so eine Gipfel Tour am Ende dann auch.
01:13:22: erfolgreich wird.
01:13:22: Wir
01:13:23: werden das auf jeden Fall mal weiter verfolgen.
01:13:25: Ich will verlinken das dann auch nochmal bei uns in den Shownotes.
01:13:29: Ich glaube ein ganz, ganz, ganz spannendes Projekt und wäre wünschenswert, dass sowohl dieses Projekt hier in der Region als auch dann ähnliche Projekte, die es in Deutschland gibt, weiter gefördert werden.
01:13:39: Ich glaube, da wird keiner eine andere Meinung haben, als dass das hundertprozentig unterstützenswert ist.
01:13:45: Und sehr cool, dass sich so Leute wie du dafür mit so viel Herzblut Also mit so viel Herzblut einbringen.
01:13:53: Genau, danke schön.
01:13:57: Ja, dann kommen wir so allmählich auch zum Schluss.
01:14:01: Ich wollte noch mal ganz kurz ein paar Karriere-Highlights bei dir abfragen.
01:14:05: Das ist so eine klassiker Frage bei mir mit der bitte kurze Antwort.
01:14:09: Was sind so deine top drei Karriere-Highlights emotional?
01:14:12: Das müssen auch nicht zwangsläufig erfolge sein.
01:14:15: Das können auch Anekdoten sein.
01:14:17: Wollen dir da drei Sachen ein, wo du sagst, das war absurd.
01:14:21: Geil oder ungewöhnlich oder emotional, in welche Richtung auch immer?
01:14:25: Kann ich die emotionalsten eigentlich nennen und zwar Abschiedspiel, im Jahr zwei Tausendsechzehn beim THW Kiel.
01:14:32: Wenn man zehn Jahre beim THW Kiel gespielt hat, kriegt man seinen Counter-Fight und das Hallendach gehängt.
01:14:39: Dann gab es das letzte Final vor Wochenende der Karriere mit Nord, wo wir ins Champions League Finale gekommen sind, im Jahr zwei Tausendsechzehn.
01:14:48: Und um nochmal bei der Emotionalität ein draufzupacken, das letzte Karriere-Spiel in der eigenen Heimat bei der Tussbo aus Oberenburg in einer Valentin-Ballmann-Halle vor sixhundert Zuschauern, wo alle sich gefreut haben, nochmal zusammenzukommen, für ein letztes Mal Danke zu sagen.
01:15:09: und nicht Danke Dominic, sondern viel mehr Danke einem Trainer, dem ich zu verdanken habe, überhaupt.
01:15:16: so eine Karriere starten zu können, nämlich Dr.
01:15:18: Frantischek Fabian der Ferri.
01:15:20: an der Stelle war mein langjähriger Trainer und zweiter Papa und ich durfte, man hatte die Idee, einen Jubiläums oder einen Jugendturnier zu gründen, was den Ferri Cup, was seinen Namen hat und dort habe ich alle Jugendmannschaften, die er mal trainiert hat in der Region Oberenburg Großwaldstadt drum herum eingeladen.
01:15:44: Und da gibt es einen Wanderbokal und er wird alljährlich ausdrillt.
01:15:47: Und das war sehr, sehr emotional.
01:15:49: Zumal ich dort auch mit allen Weggefährten der damaligen Zeit, wo alles angefangen hat, nochmal so richtig den Nagel ins Holztor hemmern dürfte und dann die Schuhe dahin zu hängen.
01:16:05: Die Top drei emotionalen Moment.
01:16:07: Ja cool.
01:16:08: Jetzt hätte jeder natürlich auch gesagt, dass zumindest den Top drei die WM drin ist.
01:16:11: Aber ja cool, dass ich die Frage gestellt habe.
01:16:14: Kommen wir noch zur traditionellen Schnellfrage-Runde zum Abschluss.
01:16:19: Fünf Fragen mit der Bitwam, deine Präferenz.
01:16:23: Die letztes übrigens gemein.
01:16:25: Kieler Woche oder Oktoberfest?
01:16:28: Wiesen.
01:16:29: Wiesen.
01:16:30: Pilz oder Weizen?
01:16:32: Muss doch kein Flensburger sein, wenn's Pilz ist.
01:16:37: Dann nehme ich das Radler.
01:16:39: Oh, okay.
01:16:40: Kemper-Trick oder Dreher von links außen?
01:16:44: Kemper-Trick.
01:16:46: Auch im Sand.
01:16:46: Zählt zwei Punkte.
01:16:51: Zusätzlicher siebter Feldspieler für ein Torwart oder nicht?
01:16:57: Blöde Frage.
01:16:57: Egal.
01:16:59: Und jetzt kommt das Mise-Ding.
01:17:04: Alfred Gisserson oder Heiner Brampen?
01:17:07: Noca Zerda Rosic.
01:17:08: Ah, okay.
01:17:10: Also, hast du dich gut gerettet.
01:17:11: Sehr gut.
01:17:14: Ja, damit sind wir durch.
01:17:17: Heute verbleibt mir noch zu sagen, einschalten, wenn es am fünftzehnten Ersten bei der EM-Anwurf heißt, alle deutschen Spiele im Free TV bei den öffentlich-rechtlichen.
01:17:30: Alle Vorrundenspiele übrigens um zwanzig Uhr dreißig, also Primetime.
01:17:35: Das Gesicht zu Dominik Stümmel gibt's dann wie immer auch bei der ARD.
01:17:40: Zusammen, ich denke mal mit Florian Nass als Kommentator nehme ich an, oder?
01:17:45: Ja.
01:17:46: Saugurta Bursch, wie man hier in Bayern sagen würde, auf dem Reporterplatz.
01:17:53: Genau, was steht für dich?
01:17:55: In den kommenden Wochen noch an bis zur EM.
01:17:56: Viele Experteninterviews, oder?
01:17:58: Ja, ich freue mich, dass man tierisch dieses Jahr abzuschließen bei einem schönen Familienurlaub mit allen Geschwistern und Kindern und Nichten und Oma, Opa.
01:18:08: Daher der Aachensee wird rufen und dann wird es mal entspannt.
01:18:12: Mal durchatmen zu Weihnachten, bevor dann das große Kribbeln zur EM wieder einsetzt.
01:18:19: Ja, dann Dominik.
01:18:21: Fettes, fettes Dankeschön an dich.
01:18:24: Das war mal wieder ein absolutes Highlight.
01:18:26: Massiv überzogen.
01:18:28: Vielen, vielen Dank und alles Gute natürlich für den Handball Campus in München und dein Projekt.
01:18:35: Ja, nochmal großes Merci
01:18:37: an der Stelle.
01:18:37: Vielen Dank.
01:18:38: Dankeschön.
01:18:39: Und ihr wisst ja, Leute immer fleißig liken, weitere empfehlen und vor allem abonnieren.
01:18:43: Habt alle eine sportliche Woche.
01:18:45: Lieben Dank fürs Reinhören.
01:18:46: Ciao, ciao.
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